#STAYHOME- BLANKER WAHNSINN ZU HAUSE?

 

#STAYHOME- BLANKER WAHNSINN ZU HAUSE?

#STAYHOME- wahrscheinlich der Hashtag des 21.Jahrhunderts. Zu Recht. Er ist so wichtig und es ist das beste was wir jetzt in dieser Krise tun können. Kein Zweifel.

Bloss kriselt es nicht nur draussen, sondern nun auch drinnen. Zu Hause, in den eigenen vier Wänden. Neben Home-Office, Kinderbespassung 24/7, Haushalt und einer (noch) intakten Ehe, findet ihr mich im Badezimmer. Fertig mit den Nerven und ausgepowert. Dabei sind „gerademal erst“ zwei Wochen rum. Zwei Wochen von den insgesamt sechs Wochen vorgesehenen Kontakt-Sperren, Kita-Schließungen und Umstellungen auf Home-Office.

Doch, gestern, als ich mal wieder völlig erschöpft und verheult in den Badezimmerspiegel guckte, änderte sich etwas. Ich akzeptierte die Situation. Akzeptierte, dass wir noch vier Wochen vor uns haben. Akzeptierte das Chaos tagsüber, die mit Kindersocken verknoteten Laptop-Kabel, die 24/7 Kinderlieder, die Pasta die auf dem Küchenboden klebt, die Schwimmtiere in meinem Bett, die Endlos-Augenringe, die trockene Gesichtshaut, die immer schlimmer werdende Nagelbettentzündung an meinem Finger, die fettigen Haare, die Parprika-Flecken auf dem Sofa, meinen gebeutelten Ehemann, mein zahnendes Baby, mein Kleinkind mit Mund-Hand-Fuss-Krankheit…ich akzeptierte alles. Oder resignierte ich? Egal. Was sich entscheidend änderte, war die Einstellung. Und die lautet nunmehr wie folgt: Geniesse die Zeit mit den kleinen Wuselmännchen und schaue über alles andere beherzt hinweg. Basta. Schluss, Aus, Ende.

Jetzt habe ich auch Zeit, mal wieder einen Blogbeitrag zu schreiben. Juhu.

Meine mentalen „Ommmmmm’s“ und Nervenberuhiger gibt’s hier:

  • Jeden Morgen an die frische Luft mit den Kids. Von 8.00-10.00 Uhr findet ihr uns am Ententeich mit einer Tüte Brot. Ich glaube, die Hallenser Enten hatten noch nie so gute Zeiten.
  • Yoga auf dem Balkon. Wer das Glück hat, einen Balkon oder gar Garten zu haben, sollte ihn feiern. Zieht Eure Kids warm an, holt die Gymnastik-Matte raus und ab nach draussen für ein paar Yoga-Einheiten oder alternativ Fitness-Einheiten.
  • Kochen mit Zeit. Ich habe die Zeit genutzt, unsere Ernährung aufzupimpen, habe einen Essensplan für den Monat erstellt und wir kochen nun zusammen mit allem was dazu gehört: Überschwemmung in der Küche, Erdbeeren auf dem Boden, Zwiebelschalen überall und irgendwann etwas relativ Gesundes auf dem Teller.
  • Mein Mann und ich wechseln uns ab: abends darf einer von uns allein(!) in die Badewanne. Ich feiere das mit Kerzen und Lavendelöl, mein Mann ist da relativ genügsam😉
  • Wertschätzung. Liebe Worte, wertschätzende Worte, ein Kuss, eine Umarmung. Auch wenn mir manchmal gar nicht dazu zumute ist, ich tue es. Und mein Mann tut es für mich. Im Endeffekt sehr heilsam in all dem Chaos.
  • Akzeptanz: Nutella an der Wand? Keine frischen Strumpfhosen im Schrank? Verwahrloste Ablage inklusive Vermissen wichtiger Dokumente? Eingerissener Nagel seit zwei Tagen? Überhaupt nicht schlimm. OOOOOOHHHHM.

 

In diesem Sinne- bleibt gesund und fühlt Euch geherzt,

Eure Julie.

 

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